KICKBOXEN




Entstehung des Kickboxens


Kickboxen ist ein in den 70er Jahren in Amerika entwickelter Wettkampfsport. In Japan gab es die ersten Vollkontaktkämpfe in den 60er Jahren in Form des Thai-Kickboxens. Entstanden ist dieser Sport aus den traditionellen asiatischen Kampfkünsten und dem westlichen Boxen und vereint diese zu einem modernen Wettkampfsport. Durch die ersten entwickelten Fuß- und Handschützer wurde damit die Idee von Bruce Lee realisiert, der die Zukunft der fernöstlichen Kampfsysteme nicht weiter in den traditionellen Auffassungen philosophischer Weisheiten sah, sondern in der wachsenden Realität zum echten sportlichen Wettkampf. Dies hieß zu dieser Zeit Wettkämpfe mit Schutzausrüstung. Weg von der Theorie weltfremder Philosophien zur Praxis – zur Wirklichkeit, denn eine Theorie, die in der Praxis nicht funktioniert, ist nur ein künstliches Gebilde. Aus den damaligen Kampfkünsten Karate, Taekwondo und Boxen entwickelte sich ein Turniersystem, welches sich zu Anfang Sportkarate nannte. Heute wird die Form des Kontaktkaratekampfes als Kickboxen betrieben.


Inhalt des Kickboxens
 

Im Kickboxen wird in drei unterschiedlichen Kategorien unterteilt. Das Semikontakt-Kickboxen oder auch Pointfighting genannt, das Leichtkontakt-Kickboxen sowie das Vollkontaktkickboxen. Das Semikontakt-Kickboxen ist eine Kampfsportart, die heute auf der ganzen Welt als spektakuläre Kampfweise vertreten ist. Das Regelwerk ermöglicht Kämpfern aus verschiedenen Stilrichtungen gegeneinander anzutreten. Außer den drei kampfbezogenen Arten des Kickboxens gibt es noch die Kategorie der Formen. Die Formen oder Katas (japanisch) sind ein Kampf gegen einen imaginären Gegner. Hier wird ein genau festgelegter Bewegungsablauf, als eine Art Kür oder Schattenboxen vorgeführt. Früher wurden in den Katas verschiedene realistische Kampftechniken überliefert, das heißt, die in echten Kämpfen gewonnenen Erfahrungen wurden in Form von Katas an nachfolgende Generationen weitergegeben. Weitere Funktionen der Formen sind Übungen der Karate-spezifischen Motorik im Raum und die dazugehörige Schulung der geistigen Haltung. Daraus ergibt sich schließlich eine ganz besondere Art der Ästhetik, die durch Kime, Rhythmus, Spannung, Entspannung, Bewegungsfluss, Atmung und Konzentration, Aktive und Zuschauer begeistert.



Semikontakt

Kämpfer tragen Hand-, Fuß-, Kopf- und Tiefschutz sowie Schienbeinschutz und Mundschutz. Es darf mit leichtem Kontakt getreten und geschlagen werden. Nach jedem Treffer wird der Kampf für die Wertung unterbrochen.

Leichtkontakt

Kämpfer tragen Hand-, Fuß-, Kopf- und Tiefschutz sowie Schienbeinschutz und Mundschutz. Es gelten die gleichen Regeln wie Beim Semikontakt. Der Kampf wird jedoch ohne Unterbrechung durchgeführt und die Punktezahl am Ende des Kampfes bekannt gegeben.

Vollkontakt

Kämpfer tragen Hand-, Fuß-, Kopf- und Tiefschutz sowie Schienbeinschutz und Mundschutz. Beim Vollkontakt werden die Hand- und Fußtechniken mit vollem Kontakt ausgeführt. Ziel ist es den Kampf vorzeitig durch K.o. zu beenden oder nach Ablauf der Kampfzeit mit Punkten zu Siegen.

Formen

Die Formen werden unterteilt in

  • Hardstyle
  • Softstyle
  • Waffen
  • Freestyle

Gewertet werden Ausführung, Technik, Atmung,
Kime, Sauberkeit sowie der Gesamteindruck.